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Brainspotting am Institut Ruhr

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Was ist Brainspotting?

Brainspotting wurde 2003 von David Grand entwickelt, einem Schüler der EMDR-Begründerin Francine Shapiro. Die Grundbeobachtung der Methode ist ebenso schlicht wie tiefgreifend: Bestimmte Augenpositionen, die sogenannten Brainspots, stehen in direkter Verbindung mit belastenden Erfahrungen, die im Gehirn und Nervensystem gespeichert sind.

Wenn ein solcher Brainspot gezielt gehalten wird, beginnt das Gehirn von selbst zu verarbeiten — ohne ausführliches Erzählen, ohne Analyse, ohne bewusstes Steuern. Der Körper weiß, was zu tun ist, und der Brainspot gibt ihm den Raum dafür.

  • Traumaverarbeitung

  • Psychosomatische Beschwerden

  • Leistungsblockaden

  • Bindungsthemen

  • Angststörungen

  • Dissoziation

  • Ressourcenarbeit

  • Sucht & Abhängigkeit

Wie funktioniert Brainspotting?

Viele Menschen kennen das Gefühl, dass bestimmte Belastungen trotz Gesprächstherapie irgendwie „kleben bleiben". Das liegt daran, dass Trauma nicht nur im Denken gespeichert ist, sondern tief im Körper und im Nervensystem. Brainspotting geht genau dort hin.

Brainspots

Bestimmte Augenpositionen korrespondieren direkt mit Bereichen im Gehirn, in denen belastende Erfahrungen gespeichert sind.

Körperresonanz

Der Körper zeigt an, wo ein relevanter Brainspot liegt. Aktivierungen im Nervensystem dienen als Wegweiser im Prozess.

Selbstheilung

Sobald der Brainspot gehalten wird, beginnt das Gehirn von selbst zu verarbeiten. Der Therapeut begleitet, greift aber nicht ein.

Binaurale Musik

Sanfte binaurale Klänge unterstützen den Prozess und helfen dem Nervensystem, in einen tiefen Verarbeitungszustand zu kommen.

Für wen ist die Ausbildung gedacht? 

Zielgruppe

Die Ausbildung richtet sich an Menschen, die bereits therapeutisch oder beratend arbeiten und ihre Arbeit um eine tiefgreifende, körperorientierte Methode erweitern möchten. Brainspotting lässt sich gut in bestehende Therapieformen integrieren und bereichert die Arbeit mit Klienten, bei denen rein verbale Ansätze an ihre Grenzen stoßen. Die Ausbildung ist unter anderem geeignet für:

  • Psychotherapeuten (PP, KJP, ärztliche PT)

  • Heilpraktiker für Psychotherapie

  • Ärzte & Psychiater

  • Coaches mit therapeutischer Grundlage

  • Berater & Sozialpädagogen

  • Körper- & Bewegungstherapeuten


Voraussetzungen

Um an der Ausbildung teilzunehmen brauchen Sie keine Vorkenntnisse in Brainspotting. Was Sie mitbringen sollten ist eine laufende oder abgeschlossene Grundausbildung im therapeutischen oder beratenden Bereich. Die drei Module bauen inhaltlich aufeinander auf, weshalb Modul 1 vor Modul 2 und Modul 2 vor Modul 3 absolviert werden sollte. Ansonsten sind Sie herzlich willkommen, ganz gleich wie lange Sie bereits in Ihrem Beruf tätig sind. Konkret gilt:

  • Therapeutische Grundausbildung (laufend o. abgeschlossen)

  • Für Modul 2: Abschluss Modul 1

  • Für Modul 3: Abschluss Modul 2

  • Keine Vorkenntnisse in Brainspotting erforderlich

  • Offenheit für körperorientierte Arbeit


Kosten

Jedes der drei Seminarwochenenden kostet 480 Euro. Da die Module einzeln buchbar sind, müssen Sie nicht alles auf einmal investieren, sondern können Schritt für Schritt weitermachen. Nach Abschluss aller drei Module und dem Erwerb des Zertifikats fallen zusätzlich einmalige Siegelgebühren an. Bei Fragen zu den genauen Kosten oder zu Zahlungsmodalitäten sprechen Sie uns gerne direkt an. Im Überblick:

  • 480 € pro Seminarwochenende

  • Gesamte Ausbildung (3 Module): 1.440 €

  • Einmalige Siegelgebühren nach Abschluss aller drei Module

  • Wir empfehlen den Abschluss einer Seminarrücktrittsversicherung

Brainspotting Ausbildung am Institut Ruhr

Unsere Ausbildung besteht aus drei Seminarwochenenden, die aufeinander aufbauen. Sie können mit Modul 1 starten und im eigenen Tempo weitermachen. Zwischen den Modulen haben Sie bereits genug gelernt, um Brainspotting in Ihrer Praxis anzuwenden und erste Erfahrungen zu sammeln.

1
Brainspotting 1Grundlagen
  • Einführung in die Traumatherapie mit Brainspotting
  • Theoriemodell & neurobiologische Grundlagen
  • Therapeutische Grundhaltung
  • Inneres Fenster (Inside Window)
  • Äußeres Brainspotting (Outside Window)
  • Ressourcen-Brainspotting & Körperressource
  • Gaze Spotting
400 € · Seminarwochenende
2
Brainspotting 2Vertiefung
  • Wiederholung & Vertiefung Modul 1
  • Brainspotting mit einem Auge
  • Arbeit mit der Z-Achse
  • Brainspotting mit mehreren Brainspots
  • Rolling Brainspots
  • Introjektion & Tiefenarbeit
  • Supervision von Fallarbeit
400 € · Seminarwochenende
3
Brainspotting 3Erweiterung
  • Behandlungsplanung mit Brainspotting
  • Körpertherapeutische Integration
  • Imaginationen & Alterarbeit
  • Psychosomatik & Blockaden
  • Sucht & Ressourcenarbeit
  • Kombination mit Ego-State-Therapie
  • Supervision komplexer Fälle
400 € · Seminarwochenende
Seminar
Datum
Referent
Aktionen
1
Brainspotting 1 Grundlagen
15.05. – 17.05.2026 Fr. 18–21 Uhr · Sa./So. 10–17 Uhr
Roman Simeunovic
2
Brainspotting 2 Vertiefung
11.08. – 13.08.2023 Fr. 18–21 Uhr · Sa./So. 10–17 Uhr
Roman Simeunovic
3
Brainspotting 3 Erweiterung
29.09. – 01.10.2023 Fr. 18–21 Uhr · Sa./So. 10–17 Uhr
Roman Simeunovic

Häufige Fragen

David Grand, ein Schüler der EMDR-Begründerin Francine Shapiro, entdeckte 2003 beim Arbeiten mit Klienten, dass bestimmte Blickpositionen etwas im Körper auslösen. Wo jemand hinschaut, spiegelt wider, wo im Gehirn eine Belastung sitzt. Diesen Zusammenhang hat er zur Methode Brainspotting weiterentwickelt. Seitdem wird sie weltweit in der Trauma- und Psychotherapie eingesetzt.
Beide Methoden kommen aus demselben Forschungsfeld und teilen viele Grundannahmen. Der wesentliche Unterschied: EMDR arbeitet mit hin- und hergehenden Augenbewegungen, Brainspotting hält eine bestimmte Position fest. Das macht den Prozess ruhiger und oft tiefer. Klienten müssen dabei weniger aktiv nachdenken oder erzählen. Viele Therapeuten, die beides kennen, setzen die Methoden je nach Situation und Klient ergänzend ein.
Die Ausbildung wendet sich an alle, die therapeutisch oder beratend arbeiten: Psychotherapeuten, Ärzte, Heilpraktiker für Psychotherapie, Coaches und Berater mit therapeutischem Hintergrund. Voraussetzung ist eine laufende oder abgeschlossene Grundausbildung im therapeutischen oder beratenden Bereich.
Nein, Brainspotting 1 ist bewusst als Einstieg konzipiert. Sie brauchen keine Vorkenntnisse in der Methode. Das Seminar führt Sie Schritt für Schritt ein, von den Grundlagen bis zu den ersten eigenen Übungen. Für Modul 2 und 3 ist dann jeweils das vorherige Seminar Voraussetzung.
Ja, das ist ausdrücklich das Ziel. Nach Modul 1 beherrschen Sie die grundlegenden Techniken wie Inneres Fenster, Äußeres Fenster und Ressourcen-Brainspotting und können sie direkt bei Klienten einsetzen. Die Folgekurse bauen darauf auf und bereiten Sie auf anspruchsvollere Situationen vor.
Jedes Seminarwochenende kostet 480 Euro. Da Sie die Module einzeln buchen, müssen Sie nicht alles auf einmal zahlen. Nach Abschluss aller drei Module fallen zusätzlich einmalige Siegelgebühren an. Bei Fragen zu Zahlungsmodalitäten sprechen Sie uns einfach an.
Nach Abschluss aller drei Module erhalten Sie ein Zertifikat des Instituts Ruhr. Für einzelne Wochenenden stellen wir Ihnen eine Teilnahmebestätigung aus.
Wir arbeiten bewusst in kleinen Gruppen. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, die Übungen in Ruhe auszuprobieren, Fragen zu stellen und direkte Rückmeldung vom Trainer zu bekommen. Brainspotting lernt man nicht durch Zuschauen, sondern durch eigenes Erleben.

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