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ADHS verstehen, was anders funktioniert

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ADHS begleitet Menschen nicht nur in der Schule. Sie wirkt darauf, wie jemand lernt und arbeitet, wie er Beziehungen führt, Entscheidungen trifft, Zeit erlebt, Gefühle reguliert und seinen Alltag ordnet.

Für mich ist das Thema auch persönlich. Ich beschäftige mich beruflich mit ADHS und Neurodivergenz, und ich habe selbst ADHS. Wissenschaft ersetzt das nicht. Aber es verändert die Frage, mit der ich in ein Gespräch gehe, wenn jemand beschreibt, dass Aufmerksamkeit, Motivation und Antrieb sich nicht zuverlässig abrufen lassen.

Romantisieren möchte ich ADHS nicht. Ausschließlich als Krankheitsbild behandeln allerdings auch nicht. Ein Mensch kann unter Symptomen erheblich leiden und zugleich Eigenschaften besitzen, die im passenden Umfeld zu echten Ressourcen werden.

ADHS aus mehreren Perspektiven

Medizinisch gilt ADHS als neuroentwicklungsbedingte Störung. Die Neurodiversitätsperspektive stellt eine zusätzliche Frage: Welche Unterschiede zwischen Gehirnen gehören zur natürlichen Vielfalt, und wann werden sie durch Anforderungen und Barrieren zur Behinderung? Beides muss kein Widerspruch sein. Manche Schwierigkeiten bleiben real, auch wenn das Umfeld verständnisvoll ist. Andere werden deutlich kleiner, sobald Arbeit, Lernen, Beziehungen oder Alltag zur eigenen Funktionsweise passen.

Was Sie in diesem Bereich finden

Die Seiten hier beginnen bei den Grundlagen und führen zum Alltagserleben: Was ADHS ausmacht, wie sie sich bei Erwachsenen zeigt, welche Symptome typisch sind, warum Frauen häufiger übersehen werden, was eine späte Erkenntnis verändert. Dazu kommen die Steuerungsfunktionen, an denen sich vieles entscheidet, und das Zeitgefühl, das für viele Betroffene die größte Rolle spielt.

Weitere Bereiche folgen nach und nach: Ursachen und Neurobiologie, emotionale Regulation, Stress, die Lebensbereiche Schule, Studium, Beruf und Partnerschaft, Begleitbelastungen wie Depression, Trauma und Sucht sowie Behandlung und Therapie. Bei allen Verfahren unterscheide ich, was gut untersucht ist, wo erste Forschung existiert und wo klinische Erfahrung der Forschung vorausläuft.

Verstehen soll Handlungsmöglichkeiten vergrößern

Eine Erklärung, die nur sagt, warum etwas schwierig ist, bleibt unvollständig. Verstehen sollte dazu führen, dass jemand bessere Systeme baut, Hilfe gezielter nutzt, sich in Beziehungen verständlicher macht und weniger Kraft in Selbstvorwürfe steckt. Die Frage lautet deshalb nicht nur, was hier nicht stimmt. Genauso wichtig ist, unter welchen Bedingungen dieser Mensch gut funktioniert und was er braucht, um mit seiner eigenen Art zu leben, zu lernen, zu arbeiten, zu lieben und verbunden zu sein.

Wenn Sie sich wiedererkennen

In meiner Praxis in Wuppertal biete ich bei Verdacht auf ADHS im Erwachsenenalter eine ausführliche diagnostische Einschätzung an. Als Heilpraktiker verordne ich keine Medikamente. Kommt eine medikamentöse Behandlung infrage, braucht es dafür eine fachärztliche Abklärung, die mein Befundbericht vorbereiten kann.

Ein erstes Telefonat kostet nichts und verpflichtet zu nichts.

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