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CRM: Comprehensive Resource Model

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Sie möchten wissen, ob meine Arbeitsweise zu Ihnen passt? Im kostenlosen telefonischen Erstgespräch klären wir das in Ruhe und unverbindlich.

Auf dieser Seite beschreibe ich, wie ich in meiner Praxis in Wuppertal mit dem Comprehensive Resource Model, kurz CRM, arbeite. Was ein Trauma ist und welche Reaktionen danach normal sind, erkläre ich ausführlich im Bereich Trauma verstehen.

Was ist CRM?

CRM ist ein traumatherapeutischer Ansatz der US-amerikanischen Psychotherapeutin Lisa Schwarz. Der Grundgedanke: Bevor und während wir an einer belastenden Erinnerung arbeiten, bauen wir Schritt für Schritt ein Gerüst aus Ressourcen auf. Das kann der Kontakt Ihrer Füße zum Boden sein, ein Atemrhythmus, der Ihnen guttut, die Erinnerung an einen Menschen, der Ihnen Halt gibt, oder ein inneres Bild von Schutz. Diese Ressourcen sollen auch dann spürbar bleiben, wenn es schwierig wird. Eine Ressource ist dabei kein schöner Gedanke, den man sich einredet. Entscheidend ist, ob Sie im Moment tatsächlich etwas mehr Halt, Orientierung oder Wahlfreiheit erleben.

Für wen CRM infrage kommt

CRM wurde besonders für Menschen mit komplexen Traumafolgen beschrieben, also nach langanhaltenden oder wiederholten Belastungen, etwa in der Kindheit oder in einer Partnerschaft. Es kann auch passen, wenn Sie beim Erinnern schnell überflutet werden oder innerlich wegtreten, Fachleute sprechen dann von Dissoziation. Typische Anliegen sind eine komplexe PTBS, eine Posttraumatische Belastungsstörung, Flashbacks oder starke Scham. Eine feste Diagnose brauchen Sie für ein Erstgespräch nicht.

Wann zuerst etwas anderes nötig ist

Bei akuten Suizidgedanken, einer akuten psychotischen Krise oder einer schweren Suchterkrankung steht zunächst eine ärztliche oder psychiatrische Behandlung im Vordergrund. Wenn Sie aktuell Gewalt erleben, kontrolliert oder bedroht werden, geht Ihre Sicherheit vor. Eine psychotherapeutische Praxis ist kein Notdienst. Im Erstgespräch klären wir offen, ob meine Arbeit für Sie gerade passt oder ob eine andere Unterstützung sinnvoller ist.

Wie eine Behandlung abläuft

Einen starren Ablauf, den alle gleich durchlaufen, gibt es bei mir nicht. Die Schritte können sich überschneiden oder wiederholen. Meistens sieht der Weg aber ungefähr so aus:

  1. Kostenloses Erstgespräch

    Am Telefon klären wir in Ruhe, worum es Ihnen geht, ob meine Arbeitsweise zu Ihrem Anliegen passt und welche Fragen Sie haben. Das Gespräch ist kostenlos und unverbindlich.

  2. Ziele klären und Ressourcen finden

    In den ersten Sitzungen klären wir, was Sie belastet und was Ihnen Sicherheit gibt. Gemeinsam probieren wir aus, welche Ressourcen für Sie wirklich spürbar sind und welche nicht passen.

  3. Das Gerüst aufbauen und Belastendes bearbeiten

    Schritt für Schritt verbinden wir mehrere Ressourcen miteinander. Erst wenn dieses Gerüst trägt, berühren wir eine belastende Erinnerung, und zwar nur so weit, wie es für Sie gerade gut ist. Sie behalten die Kontrolle, und wir können jederzeit langsamer werden oder pausieren.

  4. Gut zurück in den Alltag

    Am Ende jeder Sitzung schauen wir, wie es Ihnen geht und was Sie bis zum nächsten Termin brauchen. Über die Zeit prüfen wir gemeinsam, was sich in Ihrem Alltag verändert.

Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, hängt davon ab, was Sie erlebt haben und wie stark es Sie heute belastet. Tempo und Umfang passen wir gemeinsam an. Übungen, die Ihnen zwischen den Sitzungen helfen können, finden Sie unter Grounding und Notfallkoffer.

Wie ich CRM in meiner Arbeit einsetze

Ich nutze CRM vor allem dann, wenn Menschen bei der Arbeit an belastenden Erinnerungen schnell den Boden unter den Füßen verlieren. Je nach Anliegen verbinde ich es mit anderen Verfahren wie Brainspotting, Ego-State-Therapie oder EMDR. Manche CRM-Darstellungen enthalten auch spirituelle Bilder, zum Beispiel Krafttiere oder Ahnenbezüge. Solche Elemente sind bei mir kein Muss. Wenn sie nicht zu Ihnen passen, lassen wir sie weg.

Wie CRM entstanden ist

Lisa Schwarz arbeitete viele Jahre im Umfeld von Brainspotting. Eine frühe Fallbeschreibung nannte ihren Ansatz noch Resource Model of Brainspotting. Daraus entwickelte sich ein eigenes Modell, in dem Blickpositionen nur noch eine von mehreren möglichen Ressourcen sind. Gemeinsam mit den schottischen Psychiatern Frank Corrigan und Alastair Hull sowie Rajiv Raju veröffentlichte Schwarz ein Fachbuch, das das Verfahren ausführlich beschreibt. Frank Corrigan entwickelte später Deep Brain Reorienting (DBR), ein eigenständiges Verfahren mit anderem Schwerpunkt.

Das Ressourcengerüst im Detail

CRM verwendet das Bild eines Gerüsts, englisch Scaffolding, das während einer schwierigen Arbeit stützt. Eine Ressource wird zur nächsten hinzugefügt, während die vorherigen nach Möglichkeit spürbar bleiben. Diese Verschachtelung heißt im Modell Nesting. Die Reihenfolge ist keine starre Checkliste. Manche Menschen finden im Körper zunächst keinen ruhigen Bereich, für andere ist eine Atemübung eher belastend. Dann suchen wir gemeinsam eine andere Form von Orientierung, die wirklich trägt. Eine Ressource wird nie behauptet oder erzwungen. Ein typischer Baustein ist das Resource Energy Grid: Sie suchen mehrere Körperbereiche, die sich ausreichend stabil oder neutral anfühlen, und verbinden sie in der Vorstellung zu einem inneren Netz. Ergänzend kann eine Blickposition gesucht werden, bei der dieser Zustand leichter zugänglich ist. Das ist eine Vorstellungsübung mit Körperfokus. Es wird dabei kein Energienetz gemessen, und eine Blickposition zeigt keine bestimmte Hirnregion an. Ob es hilft, prüfen wir an Ihrem Erleben.

Bindung, innere Anteile und Dissoziation

Nach komplexer Traumatisierung können Nähe und Unterstützung gleichzeitig gewünscht und schwer erträglich sein. CRM nutzt deshalb auch Bindungsressourcen: reale Beziehungen, hilfreiche Vorstellungen oder die therapeutische Beziehung selbst. Eine vorgestellte Schutzfigur ersetzt aber keinen Schutz im wirklichen Leben.

Außerdem bezieht CRM innere Selbstzustände ein, etwa einen Wunsch nach Kontakt und gleichzeitig einen Impuls zum Rückzug. Solche Zustände sind normal und nicht automatisch ein Zeichen für eine dissoziative Störung. Bei ausgeprägter Dissoziation achten wir besonders darauf, dass Sie während der Arbeit den Kontakt zur Gegenwart behalten.

Was CRM von ähnlichen Methoden unterscheidet

Brainspotting arbeitet vor allem mit einer gehaltenen Blickposition. Bei CRM ist die Blickposition nur ein Baustein, im Mittelpunkt steht das Gerüst aus mehreren gleichzeitig spürbaren Ressourcen.

EMDR nutzt ebenfalls Ressourcen, folgt aber einem festen Acht-Phasen-Modell und arbeitet bei der Verarbeitung meist mit Augenbewegungen oder anderer wechselseitiger Stimulation. Ego-State-Therapie teilt mit CRM den Blick auf innere Anteile, verwendet aber nicht das Ressourcengerüst.

Deep Brain Reorienting richtet den Fokus auf eine vermutete sehr frühe Abfolge von Orientierung, Schreck und Gefühl. Beide Verfahren haben gemeinsame Wurzeln, sind aber eigenständig.

Wie gut ist CRM untersucht?

CRM ist bisher wenig erforscht. Es gibt Fallbeschreibungen, theoretische Darstellungen und eine kleine Untersuchung zu einem Gruppenangebot. Größere kontrollierte Studien, die CRM mit etablierten Verfahren vergleichen, fehlen bislang. Erklärungen über bestimmte Vorgänge im Gehirn sind Hypothesen und werden in einer Sitzung nicht nachgewiesen. Die deutsche S3-Leitlinie empfiehlt bei einer PTBS eine traumafokussierte Psychotherapie und nennt dafür vor allem EMDR, kognitive Verfahren, CPT, die Narrative Expositionstherapie und die Prolongierte Exposition. CRM gehört nicht zu diesen gut belegten Verfahren. Bei einer diagnostizierten PTBS ist CRM für mich deshalb eine Ergänzung und kein Ersatz für eine gezielte traumafokussierte Behandlung.

Kosten und Termin

Ich arbeite als Heilpraktiker in eigener Praxis. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht, private Versicherungen und Zusatzversicherungen erstatten je nach Tarif teilweise. Die aktuellen Honorare finden Sie unter Honorar. Für ein kostenloses telefonisches Erstgespräch erreichen Sie mich über das Kontaktformular.

Wenn Sie jetzt sofort Hilfe brauchen

Wenn Sie in akuter Gefahr sind oder daran denken, sich das Leben zu nehmen, rufen Sie bitte den Notruf 112 oder wenden Sie sich an die nächste psychiatrische Klinik. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenlos erreichbar unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222. Eine psychotherapeutische Praxis ersetzt in einer akuten Krise keinen Notdienst.

FAQ - CRM

Nein. Oft reicht es, ein Bild, einen Satz oder eine Körperempfindung kurz zu berühren, während Sie Ihre Ressourcen spüren. Wie viel Sie erzählen, bestimmen Sie selbst.

CRM ist aus dem Umfeld von Brainspotting entstanden, und beide können mit Blickpositionen arbeiten. Bei CRM steht aber ein ganzes Gerüst aus Ressourcen im Mittelpunkt. Die Blickposition ist nur ein Baustein davon.

CRM wurde besonders für komplexe Traumafolgen beschrieben. Wissenschaftlich gut belegt ist das aber noch nicht. Ob CRM für Sie passt oder ein anderes Verfahren sinnvoller ist, klären wir im Erstgespräch.

Nein. Ressourcen wie Körperwahrnehmung, Atem oder ein unterstützender Mensch brauchen keine spirituelle Deutung. Wenn Ihnen solche Elemente nicht entsprechen, lassen wir sie weg.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten bei einem Heilpraktiker nicht. Private Versicherungen und Zusatzversicherungen erstatten je nach Tarif teilweise. Die Honorare finden Sie auf der Seite Honorar.

Weiterlesen im Wissensportal Trauma

Wenn Sie sich in Ruhe weiter informieren möchten, finden Sie in meinem Wissensportal die wichtigsten Themen rund um Trauma verständlich erklärt.

• Trauma verstehen: alle Themen im Überblick
• Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
• Komplexe PTBS
• Flashbacks und Trigger
• Dissoziation
• Scham und Schuld
• Trauma in der Kindheit
• Hilfe im Alltag: Grounding und Notfallkoffer

Quellen und weiterführende Informationen

Diese Seite beschreibt meine Arbeitsweise und fasst den fachlichen Stand allgemein verständlich zusammen. Sie ersetzt keine Diagnostik und keine Behandlung im Einzelfall. Ob eine hier beschriebene Möglichkeit für Sie sinnvoll ist, lässt sich nur im persönlichen Gespräch klären.

Stand: Oktober 2026

Roman Simeunovic, Heilpraktiker in Wuppertal

Roman Simeunovic

Heilpraktiker, Praxis für Psychotherapie und Traumatherapie in Wuppertal

Ich begleite Menschen mit Traumafolgen, Ängsten und belastenden Lebenssituationen und arbeite integrativ, unter anderem mit CRM, EMDR, Brainspotting, Ego-State-Therapie und systemischer Traumatherapie. Die Inhalte auf dieser Seite habe ich fachlich geprüft, damit Sie vorab einschätzen können, ob meine Arbeitsweise zu Ihnen passt.

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